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5 Fragen an LMU EC Alumna DIE FRISCHEMANUFAKTUR

Aktualisiert: Sept 23



Hallo Jenny, Du bist die Gründerin von DIE FRISCHEMANUFAKTUR. Kannst Du uns kurz erklären, was Dein Startup macht?


Wir sind DIE FRISCHEMANUFAKTUR mit Sitz in Halle (Saale), hergezogen aus München. Wir versorgen alle, die sich in einem mobilen und fordernden Alltag mit frischen Produkten für unterwegs etwas Gutes tun wollen. lnfused Water ist der natürlichste Weg, Wasser einen leckeren und fruchtigen Geschmack zu geben. Kräuter oder Obststücke werden einfach ins Wasser gegeben. Ohne Zusatz von Zucker erhält man so ein erfrischendes Getränk. Der Trend aus London und den Niederlanden ist in den privaten Haushalten schon längst angekommen. Im Einzelhandel ist Infused Water noch nicht angekommen, da die Herstellung sehr aufwendig ist und es bisher nur wenige Tage haltbar bleibt. Wir haben ein einzigartiges Verfahren entwickelt, das diese Probleme löst und bieten als erstes Startup Deutschlands fertiges Infused Water an.


Du hast 2018 mit Deinem Startup am LMU EC Accelerator Programm teilgenommen. Was hat sich seitdem bei DIE FRISCHEMANUFAKTUR getan? Und was war der Auslöser dafür?


Die zwei größten Änderungen waren sicher, dass wir von München nach Halle umgezogen sind und jetzt ein ganz neues Produkt machen.

Nach Halle sind wir vor allem wegen unserer Finanzierung gezogen. Das ursprüngliche Intro zu unserem neuen Investor, der regionale Fördergelder verwaltet, kam sogar von Euch!

Der Plan, frischen Obstsalat mit einer Woche Haltbarkeit zu verkaufen, hat zwar lebensmitteltechnisch und auch bei den Einkäufern gut funktioniert, allerdings konnten wir die Endkonsumenten nicht überzeugen. Deshalb machen wir jetzt Infused Water und es funktioniert auf allen Ebenen.


Was waren die wichtigsten Learnings für Dich im LMU EC Accelerator? Gibt es vielleicht einen Tipp, an den Du heute noch oft zurückdenkst?


Das "Geht nicht, gibt’s nicht". Sonst frag jemand anderen.


Die aktuelle Situation um die Coronakrise ist gerade für junge Startups nicht leicht. Inwieweit seid ihr von der Krise betroffen und wie versucht ihr, die neuen Umstände zu meistern?


Im ersten Moment war das ein ziemlicher Schock. Jede Planbarkeit war weg und die Leute haben auch bei Lebensmitteln plötzlich ihr Einkaufsverhalten total geändert. Nudeln und Pesto statt ausgefallener Startupprodukte. All unsere Leistungen waren erstmal on hold.

Wir haben uns dann mit sechs anderen coolen Startups zusammengetan und eine „Startup against Boredom“-Aktion gestartet: Wir haben Kunden aufgefordert, ihre Geschmacksnerven zu trainieren und sie konnten während des Lockdowns Probierpakete direkt nach Hause bestellen. Da waren zum Beispiel von 3Bears Porridge, die auch im LMU EC Accelerator waren, und auch außergewöhnliche Sachen wie Insektenriegel drin.

Das hat uns erstmal geholfen, weil wir nicht untätig ausharren mussten. Zudem gab es viel positive PR und Neukunden.

Inzwischen ist für uns aber alles back to normal. Die meisten Leistungen sind abgeschlossen und laufen, es kommen neue dazu und auch die Kunden kaufen nicht mehr nur Nudeln mit Pesto. 😉


Wie sind Deine Erfahrungen als Female Founder bisher? Hast Du vielleicht Tipps für andere junge Gründerinnen, die Dir gerade in der Anfangsphase geholfen hätten?


Das Wichtigste ist: Glaubt an Euch und legt einfach los! Probleme lassen sich lösen und andere haben auch damit zu kämpfen. Männer reden da vielleicht nicht so viel drüber, haben die Probleme aber auch.

Und die Statistik spricht für Euch! Weibliche Gründerinnen sind erfolgreicher als Männer. Vielen Dank Jenny für das spannende Interview!


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