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6 Fragen an unseren Partner EPPING HERMANN FISCHER Patentanwaltsgesellschaft mbH




Hallo Richard! Du bist Patentanwalt, Partner und Geschäftsführer bei der EPPING HERMANN FISCHER Patentanwaltsgesellschaft mbH – kurz EHF – und schon dabei, seit EHF selbst noch so etwas wie ein Startup war. Was macht ihr bei EHF eigentlich so?

EHF ist eine international agierende Patenanwaltskanzlei mit Sitz in München. In unserer Kanzlei arbeiten insgesamt 160 MitarbeiterInnen, darunter etwa 50 PatentanwältInnen, die sich ausschließlich mit technischen Erfindungen, Designs, Marken und Domains befassen. Wir unterstützen unsere MandantInnen unter anderem bei der Anmeldung und Eintragung sowie bei gerichtlichen und außergerichtlichen Auseinandersetzungen mit Dritten. Mein Kollege Matthias Richter ist vor gut zehn Jahren dazugestoßen und betreut als Patentanwalt Startups genauso wie etablierte Industrieunternehmen.

Richard Schachtner, Patentanwalt bei EHF

Ihr führt also zum Beispiel auch Wettbewerbsanalysen durch, schützt Designs oder Domains. Aber wie sieht eigentlich Eure Arbeit mit jungen Startups aus?

Bei vielen Ideen und Entwicklungen der Startups muss zuerst geprüft werden, ob sich diese durch eines der zur Verfügung stehenden Instrumente aus dem gewerblichen Rechtsschutz wirksam schützen lassen. Bei den zu klärenden Fragestellungen, die die unterschiedlichsten Facetten dieses Rechtsbereichs betreffen, stehen wir jungen Startups zur Seite. Wir arbeiten gerne mit jungen Startups zusammen, da sie großen Enthusiasmus entwickeln und ihre Ideen mit Begeisterung verfolgen. Wir unterstützen sie dabei, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es – insbesondere im Hinblick auf Investoren – wichtig ist, ihre Ideen vor Nachahmern zu schützen. Unser Anliegen ist es, dass die Idee eines Startups erstens nicht schneller geklaut als gedacht werden und dass die Idee gesichert ist, bevor das Startup damit zu fliegen beginnt.

Gibt es dann ein spezielles Angebot für Entrepreneure?

Als Partner des LMU EC bieten wir für die Entrepreneure eine kostenlose Erstberatung an. Außerdem ermitteln wir fallbezogen günstige Pauschalpreise, damit die Entrepreneure ihre Kosten einfach im Griff behalten können.

Habt ihr im Rahmen der Coronakrise Veränderungen bei der Patentanmeldung beobachten können?

Bei unseren StammmandantInnen haben wir in unserer Kanzlei bisher noch keine Veränderungen der Anmeldungen bemerkt. Insgesamt werden aber sehr viele Patente angemeldet, die beispielsweise einen möglichen Impfstoff oder Diagnose- und Testverfahren im Zusammenhang mit dem Corona-Virus betreffen. Was wir beobachtet haben, ist die Veränderung der Kommunikation mit den MandantInnen. Es gibt fast keinen direkten Kontakt mehr, beispielsweise direkte Gespräche mit ErfinderInnen, sondern fast nur noch Videokonferenzen.

Welche Tipps würdest du Gründern in Sachen Patent mit auf den Weg geben?

Wichtig ist, dass schutzfähige Ideen angemeldet werden, bevor diese Dritten mitgeteilt werden. Das Timing ist oft anspruchsvoll, da zum einen gerade bei GründerInnen ein frühzeitiger Kontakt zu InteressentInnen und InvestorInnen sehr wichtig ist. Eine Idee hat für InvestorInnen zum anderen aber nur dann einen besonderen Wert, wenn diese so weit wie möglich vor einem Nachahmen geschützt ist. Deshalb legen wir Wert darauf, GründerInnen sehr kurzfristig und kostengünstig helfen zu können, um einen ausreichenden Schutz zu sichern und damit zu schnellen und erfolgsversprechenden Pitches beizutragen.

Als Geschäftsführer in einer Patentanwaltsgesellschaft hast du bestimmt schon viele innovative Ideen gesehen. Welche ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?

Die weiße Leuchtdiode Mitte der 90er Jahre, welche die Lichtwelt revolutioniert hat. Eine

Patentanmeldung dazu habe ich selbst in den ersten Jahren meiner Ausbildung zum Patentanwalt ausgearbeitet. Aus ihr gingen insgesamt mehr als 50 Patente in den USA, in Europa und in Asien sowie eine sehr erfolgreiche weltweite Verwertung hervor.

Vielen Dank für das spannende Interview, Richard!

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